Samstag, 22. November 2014

Haus-Puschen

Ich habe es gerne kuschelig an den Füßen, also habe ich mir ein paar robuste Haussocken  (oder fast schon Schuhe) gestrickt. 

Eine Anleitung hatte ich keine zur Hand. Ich habe das Internet nach schönen Modellen durchsucht und mir so das scheinbar Beste ausgesucht und einfach frei Schnauze los gelegt. Und für den ersten Versuch ist es mir auch recht gut gelungen.

Aufregend war dann das Filzen in der Waschmaschine zum allerersten Mal! Und glücklicherweise sind sie passend geschrumpft. Nur das Bündchen ist etwas eng geworden. Doch nach ein paar Mal an- und ausziehen wird sich das schon geben.

Mit diesem Prototyp habe ich nun genügend Erfahrung gesammelt, um meinem Freund die perfekten Haussocken zu stricken.

Next Yarn Schurwolle schattiert

Dienstag, 18. November 2014

Die verstrickte Dienstagsfrage 46/2014

Das Wollschaf fragt:KALs/CAls (knit-along/crochet-along) erfreuen sich nach wie vor großer Beliebtheit. Insbesondere für Designer sind solche Aktionen ein probates Mittel, um sich und ihre Anleitungen publik zu machen.Hast Du schon mal an einem oder auch mehreren KALs oder CALs teilgenommen?Wenn ja, welche Gründe haben Dich dazu bewogen?Wer hat den KAL/CAL initiiert?Worin siehst Du für Dich persönlich den Nutzen, ein Modell gleichzeitig mit anderen Menschen zu stricken/häkeln?Hast Du eventuell auch schon einmal negative Erfahrungen bei einem KAL/CAL gemacht?Falls Du noch an keinem KAL/CAL teilgemommen hast: Warum nicht?______________________________________________________________________________
Diese Frage passt gerade perfekt. Erst gestern habe ich die abschließenden Tragebilder meines Mysterie-Sommerschals gepostet.
Es war der 1. Mysterie-KAL, an dem ich teilnahm. Vorher sind mir diese Aktionen schon auf vielen Blogs begegnet, aber ich konnte nicht viel für die Idee erübrigen. Ich bin ja eher ein Neuling in der Strick-Branche, deshalb hebe ich mir meine Energie für Projekte auf, die ich wirklich unbedingt haben möchte. Ein Ergebnis, das mir nicht gefallen könnte, ist mir bei meinem Tempo einfach zu riskant.
Der von schoenstricken initiierte KAL hat mich jedoch sofort in seinen Bann gezogen. Diesen Blog besuche ich regelmäßig, seit ich mich fürs Stricken interessiere. Und ich finde die Personen hinter dem Blog sowie die Inhalte sehr sympatisch und inspirierend. Deshalb hatte ich wohl von Anfang an so eine Art Urvertrauen in den KAL.
Die Rahmenbedingungen wurden schon vor Beginn klar umschrieben. Ein Sommerschal, bestehend aus 7 verschiedenen aneinandergereihten Lochmustern. Bei der Recherche nach anderen Beispielen dieser Art (z.B. Adventskalender-Schals), befand ich diesen Typ als gut und passend für mich. Und Lochmuster hatte ich zuvor noch nicht gestrickt, also war es eine Möglichkeit Neues dazu zu lernen. Ohne jegliche Erfahrung mit Lochmustern war ich auch ziemlich unvoreingenommen bei jeglicher Auswahl an Mustern. (Ich konnte ja noch keine Abneigungen entwickeln bisher.)
Bei einem Schal ist die Maschenprobe relativ egal, also konnte ich meine Wolle selbst auswählen. Zeitlich hat der KAL auch gerade sehr gut in mein Leben gepasst. Sodass ich trotz einiger Trödeleien das Projekt abschließen konnte.
Und ich bin sehr glücklich mit dem Ergebnis! 
Dass ich erneut an einem KAL, ob mystery oder nicht, kann ich nicht ausschließen. Aber zur Regel wird es höchstwahrscheinlich nicht. Es muss eben einfach passen.

Montag, 17. November 2014

Und zu guter Letzt -

- habe ich noch meinen momentanen liebsten Herbstbegleiter hübsch in Szene gesetzt.

Und ich muss sagen, dass sich die Kombination aus doppeltem Bündchen und Lochmuster bewährt hat. Die Ohren sind warm verpackt und unter dem Kopf kann sich nicht so viel Hitze stauen - perfekt!

Das ist nun der Abschluss meines Waldspaziergangs. Und ich hoffe, dass es nicht der einzige schöne Tag in dieser Woche (laut Wetterbericht) bleiben wird.




Farbenspiel: die Transformation

Immer wieder habe ich die vielen Knäule befühlt und alle Kombinationsmöglichkeiten ausprobiert.
Doch irgendwann habe ich genug in den Farben geschwelgt und den riesigen Schal angeschlagen.

Angefangen hat alles mit einem I-Cord-Anschlag und viele, viele Reihen Perlmuster später:

Es war ein wunderbares Projekt zum nebenher Fernsehen schauen oder lesen. Und nach ein paar Knäulen hat er mir sogar die Beine gewärmt. Mit Nadelstärke 5 hat er eine fluffige und dennoch dichte und warme Struktur bekommen.
Die Breite der Streifen richtete sich ganz einfach nach einem Knäuel. Ein paar Farben des ursprünglich geplanten Verlaufs sind raus geflogen. Der Schal wäre sonst viel zu lang geworden.

Noch ein Begleiter für Minusgrade. Durch die schiere Grüße von ca 2x0,5 Metern hat Zugluft durch Mantelritzen keine Chance!

Der Baum war bestimmt ein wenig enttäuscht, als ich ihn wieder ausgewickelt habe.

Drops Nepal 65% Wolle 35% Alpaka
inspiriert von Amazing Seed Stitch Wrap

Mütze für Minus-Temperaturen

Und weiter geht es mit Bildern. Diese Mütze habe ich schon vor einer ganzen Weile gestrickt. Entdeckt habe ich die Anleitung auf Ravelry, doch gekauft habe ich sie mir nicht. Da sie für meinen Freund bestimmt ist, müssen nämlich unbedingt Ohrenklappen ran. Zudem strickte ich mit dickerer Wolle, sodass ich ohnehin alles auf den Kopf stellen müsste.

Ich bin noch kein wirklicher Profi beim mehrfarbigen Stricken. Aber in diesem Fall erstreckt sich der Fair Isle Teil nur über einen relativ kleinen Bereich und bei größeren Nadelstärken habe ich auch schon so langsam den Dreh bei der Fadenspannung raus. Außerdem finde ich Zickzack-Muster einfach klasse!

Die Mütze ist was für wirklich kalte Tage. Das Bündchen habe ich samt Ohrenklappen doppelt gestrickt. Und die Alpaka-Schurwolle Mischung tut ihr übriges.

Mir ist sie eigentlich zu groß... Schade eigentlich.

Drops Lima 65% Wolle 35% Alpaka
Zig Zag Wings 

Bilderflut: Finale Tragefotos des Frühlings-KALs

Heute war ein herrlicher Herbst-Tag, also habe ich meinen Freund für einen ausgiebigen Waldspaziergang geschnappt. Im Gepäck waren diverse Strickstücke, die endlich vor einer schönen Kulisse abgelichtet werden sollten.

Den Anfang macht der Sommerschal, der im Frühjar als KAL von schoenstricken durchgeführt wurde. Den Entstehungsprozess hatte ich noch ausführlich dokumentiert. Nur die finalen Tragefotos haben sehr lange auf sich warten lassen.

Letztendlich hatte sich der Sommer doch von seiner schönen Seite gezeigt, sodass es mir meist schlichtweg zu warm für den Schal war. Aber das satte Gelb eignet sich hervorragend als Begleiter zur Herbstgarderobe. Und durch seine Länge von über 2 Metern hält er doppelt um den Hals geschlungen auch unglaublich warm!

Ich hoffe, Ihr habt genauso viel Freude wie ich an den Bildern. An dem Spiel aus Licht und Laub kann ich mich gar nicht satt sehen!


Sonntag, 16. November 2014

Ravi

Endlich ist es soweit! - "Trommelwirbel" - Meine Strickjacke ist fertig!!!


Angefangen hatte ich ungefähr im Herbst des letzten Jahres. Doch nach der spannenden Rundpasse folgte nur noch endlose krausrechts Gestrick und mich hat die Lust verlassen. Dann wollte ich schlau sein und zuerst die Ärmel stricken. Um mir quasi ein schnelleres Ergebnis vorzugaukeln. Dies stellte sich aber schnell als Quälerei heraus, da ich beim Drehen des Strickstücks immer aufpassen musste, dass mir keine Maschen des Körpers von der provisorisch festgesteckten Rundstricknadel hopsen. Als der Ärmel dann noch viel zu weit wurde, habe ich die Jacke frustriert verbannt.

Doch als nun wieder der Herbst vor der Tür steht, habe ich mich wieder an mein Jäckchen erinnert und habe es aus seiner dunklen Ecke geholt. Nachdem der missratende Ärmel geribbelt und alle Maschen wieder sortiert waren, konnte ich mich wieder frisch motiviert ans Werk machen. Diesmal strickte ich ganz brav zuerst den Körper und erledigte nach erfolgreicher Anprobe sogleich alle Vernäh-Arbeiten. Da die Ärmel laut Anleitung für meinen Geschmack viel zu weit würden, habe ich beim 2. Versuch gleich viele Abnahmen eingebaut.

Nun stand noch die letzte Hürde bevor: Würde mir die Jacke wirklich passen? Es ist das allererste richtige Kleidungsstück (von Socken abgesehen), das ich jemals in meiner bisher kurzen "Strick-Karriere" angeschlagen habe. Also gibt es natürlich keine Maschenprobe, sondern nur etwas Halbwissen über Alpaka-Wolle im Allgemeinen, dass ich mir irgendwo angelesen hatte.
So hoffte ich also inständig, dass sich die Jacke nach ihrem Entspannungsbad noch weiten würde.

Was sie glücklicherweise auch tat! Dennoch werde ich sie wohl hauptsächlich offen tragen. An der Knopfleiste entstehen leicht Öffnungen, obwohl sie eigentlich nicht zu eng ist. Außerdem habe durch die Konstruktion so eine Art Fledermausärmel wenn ich die Arme hebe.

Aber das stört mich nicht weiter. Ich finde sie trotzdem wunderschön. Und die tolle Wolle macht mich zum flauschigsten Ding auf der ganzen Welt! Das war bestimmt nicht das letzte Mal, dass ich Baby Alpaka verstricke.

Ravi
fairAlpaka Fingering Mittelgrün Heather

Samstag, 8. November 2014

Zwischenstand

Auch wenn es in letzter Zeit eher ruhig hier war, habe ich dennoch fleißig gestrickt. Und dabei sind auch 2 große Projekte fertig geworden!

Nur die Sache mit dem Fotografieren gestaltet sich etwas schwierig. Zum einem brauche ich dafür eine 2. Person, zum anderen ist es viel zu früh stockdunkel. Aber ich bin ganz zuversichtlich, dass sich in der nächsten Woche eine Gelegenheit bietet. Und bis dahin ist mein Jäckchen bestimmt getrocknet und mit Knöpfen versehen.


Dienstag, 4. November 2014

Die verstrickte Dienstagsfrage 44/2014

Das Wollschaf fragt:
Die dunkle Jahreszeit hat begonnen - wie beleuchtest Du Deinen Strickplatz?
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Für meinen Lieblingsplatz auf dem Sofa habe ich keine besondere Lichinstallation. Eine einfache Stehlampe mit schwenkbarem Kopf reicht mir. Und nach ein paar Minuten hat die Energie-Spar-Birne auch ihre volle Helligkeit erreicht. Meist richte ich das Licht gegen die Wand hinter mir. Die weiße Tapete reflektiert das Licht wunderbar gleichmäßig, sodass ich nicht mit harten Schatten zu kämpfen habe.

Die Helligkeit reicht mir zum stricken völlig aus. Viel wichtiger ist meine Brille, die ich erst seit ein paar Monaten habe. Vorher musste ich mich stark auf die Maschen konzentrieren und von der Anstrengung bekam ich oft Kopfschmerzen.

Nur Farbentscheidungen würde ich auf Tageslicht verschieben, da die Lampe doch eher warmes, gelbes Licht ausstrahlt.