Dienstag, 24. Februar 2015

Fast ein Ergebnis

Bis ich das fertige Paar vor zeigen kann, gehen bestimmt noch so einige Tage ins Land. Aber damit hier auf dem Blog überhaupt etwas spannendes passiert, zeige ich Euch einfach die einzelne Socke.
Der neue Versuch ist eigentlich gar nicht so verschieden. Die Spitze habe ich glatt rechts gestrickt wie bei der Original Vorlage. In kraus rechts war mir das irgendwie zu unruhig und hat mir nicht gefallen. Für die Wellenlinien ist mir ein anderer Garnrest in die Hände gefallen, dessen Farben noch ein wenig mehr knallen.



Hinter meiner Stricktechnik verbirgt sich eigentlich kein Trick. In jeder Runde habe ich den bunten Faden einfach wieder an den Anfang geholt und "Intarsien"-mäßig mit dem Basisgarn verkreuzt. Ich musste dabei nur aufpassen, dass ich das Ganze nicht zu fest ziehe. Und trotzdem sind die Wellenlinien schön weich und flexibel geworden. Man spürt sie gar nicht am Fuß.

Mittwoch, 18. Februar 2015

Vom Bild zur eigenen Version

Dass gerade die Grippe-Welle durch Deutschland zieht, ist ja nichts Neues. Mich hat es auch erwischt. Aber es hat manchmal auch sein Gutes, sich zuhause auszukurieren. So hatte ich die Zeit, mal wieder in der Strick-Welt zu stöbern.

Und die Socken aus der "Vogue Knitting" hatten sofort meine Aufmerksamkeit. Die Suche nach einer ähnlichen Anleitung (die sofort zugänglich ist) war aber irgendwie nicht so ergiebig. Doch das hat meinen Ehrgeiz geweckt. 

Auf der Website von Lorilee Beltman gibt es eine kurze Einleitung zum Thema "vertically stranded colorwork", doch ohne Bilder finde ich es schwierig, die Technik nachzuvollziehen.
Aber ich dachte mir, so schwer kann das doch nicht sein. Und hab einfach mal selber los gelegt. 



Das kommt dem Original doch schon recht nah. Zumindest kommen die farbigen Linien schön plastisch raus. Etwas unzufrieden bin ich noch mit dem Schwung der Wellenlinie und der Struktur meines kraus rechts Gestricks. Aber ich denke, im 2. Versuch wird es hoffentlich ausgewogener.

Meine selbst ausgedachte Technik ist bestimmt ganz anders als in der Original-Anleitung. Aber manchmal macht es einfach Spaß, solche Sachen selbst auszutüfteln.

Freitag, 13. Februar 2015

Von wegen Semester-Ferien

Zur Zeit sind Semester-Ferien, aber leider habe ich kaum Freizeit, um sie zu genießen. Da mein Leben, so kurz vor der Master-Arbeit, schon seit längerer Zeit nicht mehr dem typischen Tagesablaufs eines Studenten folgt, arbeite ich gerade Vollzeit. Da bleibt nicht mehr viel am Tag übrig, um in Ruhe stricken zu können.

Aber um wenigstens ab und zu die Nadeln in die Hand zu nehmen, habe ich ein paar "Puffs" für einen Barkeeper's Quilt gestrickt. Ein Projekt, das ich nicht wirklich fanatisch verfolge. Die ersten "Puffs" habe ich vielleicht vor 2 Jahren begonnen. Und immer, wenn ich keine Ahnung habe, was ich stricken soll, kommt einer dazu. Wollreste habe ich ja genug.

Und vielleicht habe ich in 10 Jahren oder so wirklich solch eine schöne Decke ;-)



Und auch wenn ich zur Zeit wenig Freizeit habe, denke ich doch an die zukünftigen Tage! Und habe mich mit neuen Anleitungen und Wolle eingedeckt. Damit werde ich nun meinen freien Tag diese Woche ausklingen lassen.


Donnerstag, 5. Februar 2015

Noch mehr Handschuhe!

Ich schäme mich... 2 "verstrickte Dienstagsfragen" folgen direkt aufeinander. So sollte das wirklich nicht sein. Aber Ihr kennt das ja, die Zeit rennt manchmal geradezu. Schon ist es Februar, war nicht gerade erst der Jahreswechsel?



Also wird es höchste Zeit für ein paar Fotos! Vor ein paar Wochen habe ich ja schon ein Paar Handschuhe in grün angekündigt. Aber das wechselhafte Wetter hat keine schönen Bilder zugelassen. Also habe ich bis dahin noch ein 2. Paar gestrickt, diesmal in warmen Erdtönen.
Das Wetter ist zwar immer noch nicht wirklich schön, aber die Wohnung bietet auch keine spannende Kulisse. Also ab ins Lieblingscafé! Um das Angenehme mit dem Angenehmen zu kombinieren ;-)



Die grünen Handschuhe sind mit 6 Fach Sockenwolle gestrickt. Den Farbverlauf des Zauberballs habe ich einfach so genommen, wie er war. Von dem Knäuel hatte ich nur noch so viel übrig, das es zwar bequem gereicht hat, aber viel abwickeln hätte ich nicht mehr gekonnt. Doch ich störe mich nicht an den ungleichen Handschuhen, eigentlich finde ich es ganz hübsch so.


Das andere Paar ist aus ganz normaler Sockenwolle und ist somit nicht ganz so dick geworden. Doch bei Fair Isle wird das Gestrick trotzdem dicht und warm. Diese Handschuhe sind was für "leichte" Wintertage, an denen mir die anderen aus dickerer Wolle fast schon zu warm sind.
Sie sind mir etwas zu groß geraten. Ich habe extra ein paar Maschen hinzugefügt, aus Angst sie würden sonst zu eng. Aber so schlimm ist es nicht. Ich denke, nach ein paar Runden in der Waschmaschine schrumpfen sie wahrscheinlich eh noch ein wenig.

 Beide Muster habe ich wieder aus Nordische Maschenträume entnommen. Der Kauf hat sich wirklich rentiert bisher. Die Muster sind hübsch und eingängig und alle durch einen Chart bebildert. Dazu gibt es ausführliche Beschreibungen um vom Bündchen aus zu stricken, oder aber von der Spitze beginnend, was ich bevorzuge.


Aus: Nordische Maschenträume von Susan Anderson-Freed

Braun: Lyndis Handschuhe Feathered Star
Grün: Jeannes Fausthandschuhe Sunburst (abgewandelt)

Die verstrickte Dienstagsfrage 06/2015

Das Wollschaf fragt: Wie wichtig sind Dir beim Garnkauf Kriterien wie geprüfte Schadstofffreiheit, organisch, nachhaltige Herstellung, Fair Trade u.ä.?
Achtest Du auf entsprechende Gütesiegel?
Vielen Dank an Tichiro für die heutige Frage!
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Das ist eine Frage, die man eigentlich auf alle Bereiche des Lebens beziehen kann. Zum Beispiel dass man beim Lebensmitteleinkauf Bio-Produkte bevorzugt und auf Erdbeeren im Winter verzichtet. 
Im Hinblick auf das Hobby stricken habe ich wohl die gleiche Entwicklung durchgemacht wie die meisten. Vor fast 3 Jahren ungefähr habe ich begonnen und im anfänglichem Eifer so ziemlich jedes Plastik-Knäuel gekauft, das die Supermärkte anboten. In dieser Zeit war mir die Zusammensetzung des Garns völlig egal, aber ich wusste natürlich auch noch nichts von schöneren Materialien. Im Vordergrund stand das Üben mit hübschen Farben. 
Dann langsam wurde mir das Material wichtiger. Stricken wurde mir zu einem lieb gewonnenen Hobby, mit dem ich mich auch weiter gehend beschäftigte. Ravelry und Strickblogs inspirierten zu vielen Projekten und die Online-Shops lockten mit einem Angebot, dass ich mir im Supermarkt niemals erträumt hätte.
Nun ja, lange Rede... Momentan bin ich Student mit dem entsprechendem Einkommen und deshalb greife ich gerne bei Schnäppchen zu, ohne den Hintergrund komplett zu hinterfragen. Allerdings bestelle ich auch nur bei den gängigsten Shops, die ich meist von anderen Blogs kenne. Da habe ich Vertrauen, dass der Tierschutz eingehalten wird.
Die weiteren Kriterien werden bestimmt in Zukunft wichtiger für mich werden. Denn die Entwicklung geht stetig weiter...