Dienstag, 29. Dezember 2015

mehr Zopf als Mütze

Diese Mütze hat es noch nicht in den Blog geschafft, obwohl sie schon oft getragen wurde.



Inspiriert wurde sie durch einen Instagram-Beitrag von Brooklyn Tweed irgendwann Anfang Dezember. Und da nach Bildern stricken für mich mittlerweile zu einer Art Sport geworden ist, konnte ich es auch hier nicht lassen. Bei meiner Version sind die Zöpfe und somit die gespreizten Flächen etwas kleiner geworden als beim Original.


Die Wolle ist Malabrigo Rios in der Farbe "Pocion" (139), wunderbar weich und ein Strang eigenet sich hervorragend für eine Mütze. Und ein doppeltes Bündchen sorgt für extra warme Ohren.
Es ist schon ein paar Wochen her, seit diese Bilder entstanden sind. Der Tag war zur Abwechslung recht kühl und Nebel hing in der Luft. Alle Zeichen standen auf Weihnachten und die Hoffnung auf Schnee war noch nicht erloschen.

Nun ja, jetzt wissen wir es besser. Unseren Weihnachtsspaziergang konnten wir im Brandenburgischen Lande fast im T-Shirt absolvieren. Aber jetzt (wo eigentlich keiner mehr Lust drauf hat) wird es doch endlich Winter.

Ich bin jedenfalls bereit, zumindest bei der Kopfbedeckung.



Mittwoch, 23. Dezember 2015

Boyfriend Socks - Number 3

Nur 2 Paare selbstgestrickter Socken für den Partner sind doch eine recht traurige Bilanz nach mittlerweile 3 Jahren Strickerfahrung. Aber 3 Paare! Ja, das klingt doch schon viel besser.

Die Wolle ist von Opal, ich glaube aus der Smile-Reihe. Seitdem ich meinen tollen Wollwickler besitze, liebe ich es, einfach alles in kleine perfekte Knäuel zu wickeln. Ganz egal, ob Strang oder normaler Wollball. Und dabei hat leider keine Banderole eine Chance auf Aufbewahrung.


Für Größe 46 habe ich ein Rippen-Muster über 76 Maschen gestrickt und alle 15 Reihen allesamt verzopft. So ist ein hübsches Flechtmuster entstanden, das am Schaft aber fast etwas zu eng geraten ist. Aber solange die Ferse gerade noch durchpasst, ist alles in Ordnung.

Freitag, 18. Dezember 2015

Einmal Pulli mit Senf, bitte!

Kennt ihr das auch? Ihr seid auf einem Bahnhof gefangen, weil der Zug aus variablen Gründen Verspätung hat. Der Bahnsteig ist langweilig und kalt. Also was tun?

Richtig, ab zum Zeitschriftenhandel und gucken, was die Strickliteratur zu bieten hat. Eigentlich bin ich durch das Internet genügend versorgt mit Anleitungen und Inspirationsquellen.
Aber neugierig ist man ja manchmal doch und ab und zu findet dann auch einmal eine Zeitschrift den Weg zu mir nach Hause.

In meinem Fall war es die "Stricktrends" und ein Pullover gefällt mir tatsächlich ziemlich gut. Leider ist das Bild des Pullovers sehr klein und der dunkellila Farbton der Wolle macht das Erkennen von Details auch nicht einfacher. Aber als ich das Prinzip gesehen hatte, wollte ich ihn stricken.

Der "Boxy-Pulli mit Zopf" ist ein ganz normaler, gerade geschnittener Pullover, wie man ihn in fast jedem Geschäft kaufen könnte. Aber an den Ärmeln wird ein großer Zopf gearbeitet, der nochmals am Vorderteil als eine Brusttasche wieder auftaucht.

Bisher läuft es ganz gut. Für die Abwechslung zu den ewig langen glatt rechts Runden arbeite ich schon an den Ärmeln mit dem anspruchsvolleren Zopfmuster. Noch ist einiges an Fleißarbeit zu verrichten, bis die Ärmel an den Körper verheiratet werden. Aber ich bin guter Dinge, dass ich den Pullover noch in diesem Winter tragen kann.

Dienstag, 15. Dezember 2015

Arak von Rowan

Ich möchte heute eine Strickjacke vorstellen, die ich irgendwann im Sommer begonnen habe. Sie ist das Ergebnis aus ziellosem Herumstöbern im Internet. Kaum hatte ich Arak entdeckt, sammelte ich bereits vorhandene Wolle im Haus zusammen und fand auch eine recht gute Farbkombination.

Also ohne weiteres Nachdenken angeschlagen und auch sofort alle Widrigkeiten gemeistert. Fair Isle in Hin- und Rückreihen? Kein Problem!

Doch als das Rückenteil fertig war, beschlichen mich doch Zweifel. Die Wolle ist vielleicht doch zu unterschiedlich, etwas dicker oder dünner als die anderen. Und auch die Farben, passen Gelb und Grün wirklich zusammen?
Und überhaupt besteht die Jacke aus so vielen Einzelteilen, hätte ich den Körper vielleicht nicht doch zusammen stricken sollen. Und vielleicht sogar einen Steek ausprobieren sollen?

Zweifel über Zweifel und nun liegt es schon seit Monaten unberührt da. Ein wenig darf es so noch liegen bleiben, bis ich mich zu einer Entscheidung durchringen kann.


Kuschelsocken

Draußen ist es schmuddelig grau, also genau richtig für ein paar dicke Haussocken! Trotz Fußbodenheizung brauche ich zuhause immer ein paar Socken oder Hausschuhe, um nicht zu frieren. Würde ich die Heizung auf eine Fuß-gefällige Temperatur bringen, hätten wir wahrscheinlich über 30 Grad in der Bude.

Außerden, wer will schon barfuß gehen, wenn man solch schöne Socken stricken kann. Die Färbung von Dibadu finde ich einfach klasse. Irgendwie gedeckt pastellig, aber immer wieder gibt es kräftige Sprenkel im Garn. Trotz der 6fach Wolle habe ich 60 Maschen angeschlagen, damit die Wolle wildern kann. Ringel hätte ich nicht schön gefunden, denn schon im Strang lagen sich Blau und Rot so schön gegenüber.
Aber das Rippenmuster ergibt eine voluminöse, dichte Struktur, sodass die Socken gut am Fuß anliegen.

Ich hatte die Stränge so gewickelt, dass ich mit je einem Ende des Fadens die Spitzen begonnen habe. So sieht man auch deutlich einen leichten Farbunterschied bei den Socken. Die eine Socke wildert deutlich stärker und auch die roten Farbkleckse sind intensiver. Wahrscheinlich ergibt sich das automatisch durch die Wicklung des Strangs, da das Garn "außen" einen größeren Durchmesser hat, oder so ähnlich. Aber da wissen die Färber/innen sicherlich besser Bescheid und können das auch besser erklären.



















































































6-fach Sockenwolle von Dibadu
Stepping Stones, The Knitter's Book of Socks

Montag, 14. Dezember 2015

Neu-Zugang

Bei 15% Rabatt konnte ich nicht widerstehen. Diese Stränge habe ich bei Etherische Öle und mehr bestellt. Neben ganz normaler 4fach Sockenwolle ist auch einmal Tweed und einmal 6fach dabei. Jetzt heißt es also, die Altlasten wegzustricken, damit ich mir was Neues auf die Nadeln holen kann. Das wird wohl leider noch etwas dauern...


Montag, 7. Dezember 2015

Weiter geht's

Socken stricken ist manchmal schon komisch. Manchmal strickt man 2 ewig erscheinende Wochen an einer Socke herum, aber es passiert einfach nichts, man kommt einfach nicht bei der Ferse an.Und manchmal reicht schon ein Nachmittag, um dann diese Socke zu beenden. Und das noch viel seltenere Phänomen, voller Motivation sofort die Nummer 2 anzufangen! 

So ist es mit der Sockenwolle vom Finkhof geschehen. Sie besteht aus 100 % Schurwolle, die extra stabil verzwirnt ist. Da Faden erscheint etwas fester in der Struktur und ist auch etwas dicker als normale Sockenwolle. Trotzdem habe ich Nadelstärke 2.0 verwendet, was durch die vielen Zöpfe doch recht anstrengend war. Aber ich mag einfach das Maschenbild, schön fest und sauber.

Mal schauen, wie sich die Wolle nach der Wäsche verhält, aber jetzt muss ich sie erstmal spazieren tragen. Mir gefällt der leicht rustikale Look sehr, Über geringere Haltbarkeit wegen des fehlenden Polyacryls muss ich mir wohl keine Sorgen machen. 

Ich habe noch einen Strang ungefärbte Sockenwolle vom Finkhof hier, die in ihrer Struktur doch ganz anders ist. Doch bevor ich sie anstricke, möchte ich noch ein par andere Projekte zu Ende bringen.